Auf Widersehen Südinsel. Die letzten Tage

 

Wir lassen Blenheim hinter uns. Nächstes Ziel: Nelson

at the cloudy bay winery

Da es nach der Besichtigung des Weingutes „Cloudy Bay“ doch recht spät los ging, beschlossen wir nur noch etwas zu unternehmen was sich auf dem Weg liegt.

Und da kam „Cable Bay“ gerade recht, da diese Bucht tolle Bewertungen hat, und dazu mit tollen Aussichten auf den Abel Tasman Nationalpark lockt.

Wir verließen also ca. eine halbe Stunde vor Nelson die Hauptroute und bogen zur Cable Bay ab um dort erste in wenig gemütlich einen Aussichtspunkt zu besteigen und danach im kühlen Nass baden zu gehen. Gesagt, getan.

Nach einer halb stündigen Kletterei auf den angrenzenden Hügel machten wir Rast um die wahnsinns Aussicht auf Nelson, den Abel Tasman Nationalpark und Cable Bay zu genießen. WOW!cable bay

Nachdem Aufstieg folgte dann natürlich auch wieder der Abstieg und danach der Sprung ins kühle Nass. Taucherbrille und Flossen ausgepackt und nach seltenen Fischen und leckeren Muscheln Ausschau gehalten. Und wieder brachte ich fette Beute in Form von Muscheln an Land, welche dann wohl unser Abendessen werden sollten.

Da befreundete Reisende heute ebenso in Nelson nächtigten, nahmen wir das Angebot des Hostel an, für 18$ p.P. das Hostel mitsamt Duschen, Küche, Wirlpool, Pool und Sauna nutzen zu können um das Salzwasser einmal richtig los zu werden. Also zuerst ab in den Wirlpool. Im Anschluss danach ab in die Küche, die frisch gefangenen Muscheln herzhaft zuzubereiten und genüsslich in netter Runde zu verspeisen.

Der nächste Tag steht bereits vor der Türe und wird einer meiner TOP Tage in NZ werden, wenn nicht der Beste. Was steht an?

Das hier:

Meine erste Flugstunde in Nelson

my first flight in NelsonNachdem ich den Flug am Morgen erst für 150$ buchte und noch nicht genau wusste was da wohl auf mich zu kommt, sind meine Erwartungen dann doch maßlos übertroffen worden!

 

Versprochen war ein 45 minütiger Flug in einer kleinen Propellermaschine, entlang der Küste, zum Nationalpark und wieder zurück.

Was ich dann bekam war, ein ausgiebiges und für mich als Fliegerbegeisteter sehr interessantes Briefing rund ums Flugzeug, eine Einweisung ins Fliegen auf der Rollbahn, der Start als Copilot und schließlich folgte: „Your Control“ („Du hast die Kontrolle“).

Nach dem click auf das Video, bitte einmal die Qualität des Bildes ändern, indem du auf das Zahnrad klickst, und dann unter Qualität „720pHD“ auswählst.

Ich fliege doch tatsächlich ein Flugzeug! Ich flog Loopings, machte Rollen, brachte durch Strömungsabriss das Flugzeug kontrolliert fast zum Absturz, machte einen Touch-and-Go (kurz auf dem Boden aufsetzen und gleich wieder durchstarten) und Landete schließlich nach 40 minütiger Adrenalinausschüttung zwischen all den großen Fliegern :D, das Flugzeug wieder heil auf dem Nelson Airport… Puh.my first flight in Nelson

Wie man unschwer auf dem Video erkennen kann, hat mir dies eine Menge Freude bereitet und wer weiß, vielleicht fliege ich tatsächlich bald öfters 😉

Der Tag war für mich nun uuuunüberbietbar, also kauften wir noch unsere Lebensmittel ein, ich mit einem Dauergrinsen und jede Minute gefolgtem „oh my god, I did it“ :), denn am nächsten Tag sollte es für 2 Tage auf den Queen Charlotte Track gehen.

Queen Charlotte Track

Um 6am klingelte am Dienstag der Wecker, 6:30am – 7:00am Fahrt nach Picton, 7:00am Frühstücken und restliche Sachen packen, 7:30am vorstellig bei der Reiseagentur werden um Küchengeschirr, Zelt etc in Empfang zu nehmen um dann um 8:00am am Bootsanleger bereit zu stehen.

Die Bootfahrt dauerte knappe 40 min und führte uns zu dem Ausgangspunkt „Ship Cove“. Von dort ging es dann mit 2 kleinen Rucksäcken rund 25 km weit durch schöne Wälder gespickt mit wahnsinns Aussichten und tollem Vogelgesang Richtung Camp Bay, wo wir dann auch nächtigen werden.

Unsere Ausrüstung für die Nacht hatten wir uns per Wassertaxi zu unserem Campground „Camp Bay“ schicken lassen, somit entfiel uns die Last auf dem Rücken.Queen Charlotte Track

Wir ließen bei Ankunft die Füße noch auf einem Steg baumeln und genossen die Ruhe über dem Sound.

Abends noch etwas leckere gekocht und mit einem befreundeten Pärchen Karten gespielt bis es dunkel wurde.

Am nächsten Morgen ging es bereits bald raus um die letzten 25 km nicht allzu sehr hetzen zu müssen. Das Wetter spielt an diesem Tag leider nicht wie gewünscht mit, es ist leicht neblig und düster. Dazu haben wir noch das gesamte Geschirr in den großen Rucksack verpackt, sodass dieses nun mit dem Boot weg fuhr. Aber so ganz ohne Löffel und Gabel Nudeln essen? Wie soll das gehen?

Na man schnitzt sich was. Nicht sonderlich kreativ, aber seinen Zweck erfüllend, meinen neuen Löffel, der mich nun immer auf meinen Reisen begleiten wird!I forgot the spoon so I made one :D

Bereits Mittags holen uns die ersten kleinen Tropfen ein, die Aussicht beschränkt sich nur noch auf die nächsten Hügelkuppen und es wird kühler. Die wichtigen Gegenstände werden in einen „Drybag“ verpackt und somit vom bevorstehenden Regen geschützt.

Bereits ein paar Minuten fängt es an zu regnen, wir werden in den letzten Kilometern komplett durchnässt und sind froh, gegen 16 Uhr, an unserem Ziel, der Bootsanlegestelle, einen Unterschlumpf aufzufinden. Wir warten noch bis 17:15 Uhr bis unser Boot uns pünktlich abholt und schlussendlich nach Picton, zum geliebten und vermisste Jonny zurück fährt.

Wir decken uns an diesem Abend noch mit reichlich Fastfood ein, und verkriechen uns dann bei schlechtem Wetter in unseren kuscheligen Campervan um bei Regenschauern den Abend im Warmen ausklingen zu lassen.

Am nächsten Tag wird die Südinsel wieder verlassen, genau 27 Tage nach Ankunft.

 


 

Resümee: Egal ob vom Flugzeug oder vom Berggipfel. Um einzigartige Aus-/Einblicke der Südinsel zu bekommen, lohnt sich der Blick von oben.

 

Auf das ich die mir fehlenden Eindrücke ein anderes Mal bestaunen kann.

Südinsel Neuseeland´s, ich komme wieder!

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